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Gedanken zur Tageslosung

für Mittwoch, den 06.05.2026

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Losungswort
Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater.
Jeremia 31,9

Lehrtext
Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.
Hebräer 5,7

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Ein gutes Ziel

Das heutige Losungswort schildert Israels Rückkehr in ihr Land. Gott selbst hat ihnen eine Zukunft bereitet, in der sie volle Genüge haben und nicht mehr straucheln werden. Direkt anschließend verkündet der Prophet folgende Botschaft an alle Völker: Ihr Völker, hört, was der HERR euch sagt; macht es bis an die Enden der Erde bekannt: „Ich war es, der Israel in alle Winde zerstreut hat; jetzt sammle ich es wieder. Ich beschütze mein Volk wie ein Hirt seine Herde.“(1)

In diesen Versen sehen wir etwas, das manchem schwerfällt, zu akzeptieren: Gott ist es, der zerstreut, und Gott ist es, der wieder sammelt. Oft suchen wir nach Gründen, weshalb er zerstreut oder wieder sammelt. Manche wiederum teilen die unsichtbare Welt in zwei Machtzentren auf: Satans Reich und das Reich Gottes. Alles Schlechte käme dann vom Satan, alles Gute von Gott. Doch über allem steht allein Gott, der sich weder rechtfertigen muss noch einen echten Gegenspieler hat.

Ich glaube, in diesem Verständnis betete ebenfalls Jesus Christus. Er wusste, dass er gekommen war, um die Strafe für unsere Sünden auf sich zu laden. Das war Gottes souveräner Beschluss. Wie ich den Lehrtext verstehe, flehte Jesus nicht zu Gott, um davor bewahrt zu bleiben, sondern um das Danach – also um die Auferweckung, nachdem er für uns gestorben war.

Wie gehen wir mit negativen Ereignissen in unserem Leben um? Können wir sie aus Gottes Hand nehmen? Haben wir einen Blick für das Danach, wie Hiob es hatte? Dieser sagte mitten im Leid: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“(2) Ich denke, das kann uns helfen, fest im Glauben zu bleiben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Denn das Ziel aller Dinge ist, dass Gott etwas Gutes mit uns vorhat.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Jer. 31,10 [Gute Nachricht] (2) Hiob. 19,25a [Luther 2017]

Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass du etwas Gutes mit uns vorhast. Hilf mir bitte, in schweren Zeiten nicht den Glauben zu verlieren. Ich weiß, dass nichts in meinem Leben geschieht, das du nicht zugelassen hast. So bitte ich dich, meinen Blick auf das Danach zu richten, und darauf, dass du mich auch mitten im Leid trägst. Vater, ich danke dir für Jesus, deinen Sohn, durch den mich nichts von deiner Liebe trennen kann. Danke, Vater, Amen.


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