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Gedanken zur Tageslosung

für Sonntag, den 08.02.2026

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Losungswort
Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.
Psalm 126,3

Lehrtext
Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk.
Apostelgeschichte 2,46-47

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Der HERR hat Großes an uns getan

Das heutige Losungswort ist Teil eines Wallfahrtsliedes. Es beginnt voller Sehnsucht und Hoffnung mit: „Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Völkern: Der HERR hat Großes an ihnen getan!“(1)

Die Sehnsucht, zurück in die Heimat zu kommen – und vor allem dorthin, wo Gottes Tempel stand –, ist ein Kennzeichen für die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Immer wieder wurden sie versprengt, verschleppt, vertrieben, verfolgt, versklavt und ermordet. Wie groß muss da die Sehnsucht sein, endlich nach Hause zu kommen; endlich dort zu sein, wo Gott wohnt; endlich nicht mehr verachtet zu werden. Und wie groß muss die Freude sein, wenn sich diese Hoffnung erfüllt.

Im Lehrtext wird von der Freude der ersten Christen berichtet. Jesus Christus sagte einmal: „Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund!“(2) Bei den ersten Christen war es so. Niemand musste ihnen befehlen, in den Tempel zu gehen und sich in den Häusern zu treffen, so oft sie konnten, das Brot zu brechen und Gott zu loben. Ich denke, dass sie auch deshalb von den Menschen bewundert wurden. Irgendetwas Außergewöhnliches musste geschehen sein, wenn Menschen sich ganz ohne religiösen Druck so verhielten.

Tatsächlich war etwas geschehen: Die Christen waren zu Hause angekommen – nämlich bei Gott. Die Trennung von ihrem Schöpfer war vorüber. Durch Jesus Christus hatten sie Frieden mit Gott und lebten nun in der sicheren Hoffnung, dass auch das Leid und Unrecht in dieser Welt einmal ein Ende haben wird. Der Anlass, weshalb die ersten Christen voller Freude waren, hat sich bis heute nicht geändert. Gott hat wirklich Großes getan – lasst uns das nicht aus den Augen verlieren.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Ps. 126,1-2 [Luther 2017] (2) Luk. 6,45 [Gute Nachricht]

Als Gebet heute eine Strophe aus dem Lied „Du großer Gott“:

Und seh‘ ich Jesus auf der Erde wandeln
in Knechtsgestalt, voll Lieb‘ und voller Huld,
wenn ich im Geiste seh‘ sein göttlich Handeln,
am Kreuz bezahlen vieler Sünder Schuld.

Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu:
Wie groß bist du! Wie groß bist du!
Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu:
Wie groß bist du! Wie groß bist du!
Text: Manfred von Glehn (1912)
Melodie: Schweden (1889), Stuart K. Hine (1953)


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