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Gedanken zur Tageslosung

für Sonntag, den 23.06.2024

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Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern.
Psalm 22,23

Paulus schreibt: Ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist.
Galater 1,11

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Brüder Christi

Psalm 22, aus dem das heutige Losungswort stammt, ist ein ganz besonderer Psalm. Zunächst wirkt es so, als ob ein Mensch in Todesnot zu Gott schreit: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Ps. 22,2a) Doch dann kommen mehr und mehr Sätze, die genau auf die Kreuzigung Jesu Christi zutreffen. So heißt es unter anderem: „Sie haben meine Hände und Füße durchgraben.“ (Ps. 22,17b) Und weiter: „Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.“ (Ps. 22,19) Wenn wir nun zu dem Schluss kommen, dass dieser Psalm prophetisch ist, so ist dessen Ende hochinteressant. Es schildert nämlich die Auferstehung Jesu Christi und beginnt mit dem kurzen Ausruf: „Du hast mich erhört!“ (Ps. 22,22b) Direkt danach folgt das Losungswort.

Das ist quasi die erste Tat Jesu nach seiner Auferstehung: Er will den Namen Gottes seinen Brüdern kundtun. Gemeint sind damit alle, die zu ihm gehören: seine Jünger – Frauen und Männer. Jesus sagt aber nicht „meinen Jüngern“ oder „meinen Nachfolgern“, sondern „meinen Brüdern“. Er stellt sich mit uns auf Augenhöhe. Seine Auferstehung soll auch unsere Auferstehung sein, sein Reich auch unser Reich, sein Sieg auch unser Sieg und seine Herrlichkeit auch unsere Herrlichkeit.

Im Lehrtext betont der Apostel Paulus, dass das Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Es entspringt also nicht der Idee oder dem Wunsch von Menschen. So verstehe ich auch die ganze Bibel. Gott selbst teilt sich uns dort mit. Und nun lesen wir, dass wir mit Gottes Sohn auf Augenhöhe sein sollen – das ist wirklich Gottes Idee! Menschen, die wie Gott oder göttlich erscheinen wollen, gibt es genug. Sie haben sich selbst erhöht und werden am Ende erniedrigt werden. Unterstellen wir uns aber Jesus Christus und nennen ihn „Herr“, werden wir aus dem Staunen nicht herauskommen. Er nennt uns nicht nur „Brüder“, sondern behandelt uns auch als solche, die an allem Anteil haben, was sein ist.

Einen gesegneten Sonntag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

Als Gebetsinspiration heute Ausschnitte aus dem Gebet Jesu Christi für uns:

„Ich bete aber nicht nur für sie, sondern auch für die Menschen, die auf ihr Wort hin an mich glauben werden.
Ich bete darum, dass sie alle eins sind - sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin.
Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.
Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich nun auch ihnen gegeben, damit sie eins sind, so wie wir eins sind.
Ich in ihnen und du in mir - so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin.
Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, dort sind, wo ich bin. Sie sollen bei mir sein, damit sie meine Herrlichkeit sehen - die Herrlichkeit, die du mir gabst, weil du mich schon vor der Erschaffung der Welt geliebt hast.“
(Joh. 17,20-24)


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