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Losungswort Der HERR ist deine Zuversicht. Psalm 91,9 Lehrtext Als Bartimäus hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Markus 10,47
Unsere Zuversicht
Der Psalm, aus dem das heutige Losungswort stammt, beginnt folgendermaßen: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“(1) Die Zuversicht, die wir bei Gott finden, ist wie ein Schirm. Außerhalb mag die Sonne stechen oder können Regengüsse herabfallen, doch darunter ist man geschützt. Das Bild des Schirms vermittelt, dass wir hautnah mit Gefahren konfrontiert werden, sie uns aber nicht treffen. Häufig bekommen wir Zuschriften, in denen Menschen ihre Not beschreiben – auch, dass sie sich von Gott verlassen fühlen. Sie erleben genau das Gegenteil dessen, was in diesem Psalm steht. Nun gibt es auch andere Psalmen, in denen solche Nöte beschrieben werden. Wenn wir sagen: „Der HERR ist deine Zuversicht“, meinen wir, das muss für alle Menschen, die mit Gott verbunden sind, zu allen Zeiten lückenlos gelten. Letztendlich tut es das auch, doch wir befinden uns auf dem Weg und sehen noch nicht das Vollkommene. Einmal schaute ich jemandem zu, der eine Karikatur zeichnete. Lange Zeit konnte ich nicht erkennen, was das einmal werden sollte. Er setzte irgendwo Striche, deren Zusammenhang ich nicht verstand. In seinem Kopf existierte schon das ganze Bild, doch bei mir waren es nur Einzelteile – bis dann das Bild fertig war. Da konnte ich alles erkennen, auch die Striche, die für mich vorher keinen Sinn ergaben. Weil wir, wie ich denke, nicht alles erkennen können, ist es das Beste, wir verhalten uns wie Bartimäus, von dem der Lehrtext handelt. Er philosophierte nicht darüber, warum Gott es zugelassen hatte, dass er blind war. Er ergriff einfach die Gelegenheit beim Schopf und schrie solange, bis Jesus auf ihn reagierte. Es klingt vielleicht etwas simpel, doch wenn wir Gottes Handeln nicht verstehen, sollten wir einfach weiterbeten und daran festhalten, dass er unsere Zuversicht ist.
Einen gesegneten Tag wünscht Pastor Hans-Peter Mumssen (1) Ps. 91,1-2 [Luther 2017] Gebet: Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht.(2) Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du meine Zuversicht bist. Erhalte und entfache durch deinen Geist diese Gewissheit – gerade in Zeiten, in denen ich Gott nicht verstehe. Ich danke dir dafür. Amen. (2) aus: „So nimm denn meine Hände“ (EG 376)
Nun noch etwas in eigener Sache: Morgen, am Sonntag, dem 18. Januar wird um 10:00 Uhr der Gottesdienst aus dem Christus-Zentrum Arche im Radio bei NDR Info und WDR 5 übertragen. Wir laden herzlich dazu ein, sich den Gottesdienst anzuhören oder vor Ort dabei zu sein. Das Thema lautet: „Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“
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