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Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 23.04.2026

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Losungswort
Der Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.
Psalm 115,16

Lehrtext
Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat.
Epheser 3,14-15

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Der Himmel

Den Sinnzusammenhang des heutigen Losungswortes aus Psalm 115 erfahren wir in den ersten Versen. Dort heißt es: Warum dürfen die andern Völker sagen: „Wo ist denn ihr Gott?“ Unser Gott ist im Himmel, und er tut alles, was er will.(1) Der Psalmist setzt sich damit auseinander, dass andere Völker sich Bilder und Statuen von ihren Göttern machten. Über diese schreibt er unter anderem: „Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht …“(2); und kommt dann zu dem Schluss: „Die solche Götzen machen, werden ihnen gleich, alle, die auf sie vertrauen.“(3)

Der Unterschied zu Gott besteht darin, dass dieser im Himmel wohnt und nicht auf der Erde. Man kann ihn zwar nicht sehen, doch ist er weder stumm noch taub noch kraftlos. Im Gegenteil: Er ist allmächtig. Das Losungswort ist demzufolge ein weiterer Grund, nur Gott und nicht den Götzen zu vertrauen.

Wo aber ist der Himmel? Ist er über uns oder außerhalb von Raum und Zeit? Im Lehrtext bekennt Paulus, dass er seine Knie vor dem Vater beugt, der sowohl uns Menschen geschaffen hat als auch Geschöpfe, die im Himmel wohnen. Hier wie dort herrscht also ein reges Leben. Vor Kurzem fand ich eine Abhandlung meines Großvaters über den Himmel. Er schreibt: „Die Himmelswelt, in die uns unsere Bibel schauen lässt, ist uns also so nahe wie die Luft der Tischfläche nahe ist, vor der wir sitzen. Wie jeder Punkt dieser Fläche von der Luft berührt wird, so wird auch jeder Punkt der Erdenwelt von einer Himmelswelt berührt; und dieser Himmel ist die unsichtbare Welt, nicht eine in sich selber unsichtbare Region.“

Das schlichte Fazit dieser Abhandlung ist: Der Himmel ist uns unendlich nahe. Es gibt keine räumliche Trennung, sondern Schuld und Misstrauen verschließen uns den Zugang. Wenn wir aber Jesus Christus vertrauen, der unsere Sünde auf sich nahm, öffnet sich die Tür zum Himmel, der, wie gesagt, ganz nahe bei uns ist.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Ps. 115,2-3 [Neues Leben Übersetzung] (2) Ps. 115,5 [Luther 2017] (3) Ps. 115,8 [Luther 2017]

Als Gebet heute einen Vers aus dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“:

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Text: Dietrich Bonhoeffer


Liebe Leserin, lieber Leser,
in der Losungsandacht von Montag kamen Fragen in Bezug auf den Heiligen Geist und die Dreieinigkeit Gottes auf. Deshalb habe ich einen kurzen Artikel dazu verfasst: Gedanken zur Dreieinigkeit (http://gedankenzurlosung.de/articles/Dreieinigkeit.html) Dieser und andere Artikel können in der WEB-APP zu „Gedanken zur Losung“ gelesen werden. Der Link lautet: http://nahamleben.de.

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