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Gedanken zur Tageslosung

für Donnerstag, den 28.05.2020

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Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
Psalm 25,16

Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
Johannes 5,7-8

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

„Ich habe keinen Menschen“

Gerade in der heutigen Zeit verstehe ich den tiefen emotionalen Schmerz, den die heutigen Bibelverse zum Ausdruck bringen. „Ich bin einsam und elend“, schreibt David im Losungswort. „Ich habe keinen Menschen“, klagt wiederum der Kranke am Teich Betesda.

Wie ergeht es Menschen, die sich sowieso schon einsam fühlten und nun durch die Corona-Pandemie völlig isoliert sind? Die Gründe für eine Isolation können dabei völlig verschieden sein. Doch gab es in unserem Land auch schon ohne Corona viel Einsamkeit. Und ich frage jetzt nicht, wie wir den Einsamen besser beistehen könnten. Das muss jeder für sich beantworten. Nein, ich frage mich, was wir tun können, wenn wir selber einmal einsam sein sollten oder es schon sind. Manch einer ist auch „zweisam“ einsam.

Nun, David betete zu Gott und bat diesen, sich ihm zuzuwenden. Für Gott gibt es ja keine Mauern, die ihn von uns trennen könnten. Er kann uns jederzeit nahe sein. Im Krankenhaus, in der Gefängniszelle, im Altersheim und auch in der Dunkelheit einer Depression.

Natürlich kann man von den anderen fordern, sich mehr um einen zu kümmern. Doch ob das wirklich hilft? Immer wieder treffe ich enttäuschte Menschen, die klagen und fordern und dabei übersehen, dass Jesus Christus direkt vor ihnen steht. Der Kranke am Teich Betesda, von dem im Lehrtext berichtet wird, hatte eine ganz genaue Erwartung an andere Menschen - die sich allerdings seit 38 Jahren nicht erfüllte. Doch nun stand Jesus Christus da. Der aber trug ihn nicht zum Wasser, sondern forderte seinen Glauben heraus: „Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!“

Ich entnehme daraus: Jesus ist da - auch in unserer Einsamkeit. Er stimmt aber nicht ein Klagelied mit uns an, sondern fordert uns heraus, ihm völlig zu vertrauen. Sind wir dazu bereit?

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen


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