Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 15.07.2026

Losungswort
Mein Herz wendet sich gegen mich, all mein Mitleid ist entbrannt. Ich will nicht tun nach meinem grimmigen Zorn. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, heilig in deiner Mitte.
Hosea 11,8.9

Lehrtext
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3,16

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Anders als wir

Das heutige Losungswort stammt aus einem Kapitel des Buches Hosea, in dem Gott mit sich selbst darum ringt, wie er mit seinem Volk verfahren soll. Auf der einen Seite hatten sie den Bund mit ihm immer wieder gebrochen und seinen Zorn entfacht. Auf der anderen Seite liebte er sie nach wie vor – sie gehörten doch zu ihm. Was hier beschrieben wird, hört sich äußerst menschlich an: rebellische Kinder, die sich auflehnen und eigene Wege gehen. Ein Vater, dessen Herz zwischen möglichen Konsequenzen und Erbarmen fast zerreißt.

Vielleicht kennen wir so etwas auch aus eigener Erfahrung. Doch während wir mitunter rechts oder links vom Pferd fallen – also zu nachgiebig oder aber zu streng sind – ist Gott anders. Im Losungswort sehen wir, wie er sich zügelt, im Zorn darauf loszuschlagen. Seine Begründung ist: „Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, heilig in deiner Mitte.“ Und dann sagt er Folgendes: „Darum komme ich nicht im Zorn.“(1)

Das ist ein bedeutendes Wort: Gott kommt – aber nicht im Zorn. Auch wenn er jedes Recht dazu hätte. Auch wenn wir uns als Menschen schwer verfehlt haben. In seiner Liebe schenkt er einen Weg aus dem Dilemma der Schuld: Jesus Christus. Das ist kein billiger Weg, denn es hat ihn alles gekostet, wie wir im Lehrtext lesen: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

In diesem Satz sehen wir Gottes Liebe. Er will nicht, dass jemand verloren bleibt. Und doch überlässt er es jedem persönlich: Wer Jesus Christus im Glauben aufnimmt, dem will er „das ewige Leben“ geben. Jesus kam nicht, um uns zu verdammen, sondern um uns zu retten. Nehmen wir dieses Angebot Gottes an? Er wartet auf unsere Antwort.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Hos. 11,9c [Luther 2017]

Gebet:
Danke, guter Vater im Himmel, dass du wirklich anders bist als wir. Du bist vollkommen heilig und vollkommen gut. Danke, dass du nicht im Zorn zu uns kommst, sondern deinen Sohn gesandt hast, der uns den Weg zu dir zeigt. Danke für den Heiligen Geist, durch den du uns in alle Wahrheit führst. Dir will ich folgen, Herr. In Jesu Namen, Amen.



Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.