Gedanken zur Losung für Dienstag, den 03.03.2026

Losungswort
Die Israeliten schrien zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesündigt, denn wir haben unsern Gott verlassen.
Richter 10,10

Lehrtext
Johannes der Täufer sprach: Kehrt um! Denn nahe gekommen ist das Himmelreich.
Matthäus 3,2

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Gründe zur Umkehr

Warum schrien die Israeliten „zu dem HERRN“, wie es im heutigen Losungswort berichtet wird? Wurden ihnen gerade ihre Sünden bewusst? Vielleicht – doch vorrangig war, dass sie 18 Jahre lang von ihren Feinden besiegt und unterdrückt wurden. Warum das so war, lesen wir ein paar Verse zuvor. Dort heißt es: „Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und Ammoniter.“(1) Grund war, dass die Israeliten nicht mehr Gott dienten, sondern den Götzen der umliegenden Völker. In diesem Fall war die Unterdrückung also selbst verschuldet. Das erkannten die Israeliten und schrien zu Gott.

Doch muss es erst so weit kommen? Erkennen wir unsere Schuld erst dann, wenn wir in eine Krise geraten? Nun, ich denke, manchmal ist das leider so. Und in gewissem Sinne können wir auch dankbar sein, wenn eine Krise wie ein Wecker unser eigenes Gewissen wachklingelt. Besser wäre es aber, wenn unser Gewissen ständig wach bleibt.

Im Lehrtext lesen wir von Johannes dem Täufer. Er rief die Menschen zur Umkehr und dass sie sich taufen lassen sollen zur Vergebung ihrer Sünden. Hier war der Anlass jedoch nicht eine Krise, sondern ein bevorstehendes Ereignis. „Denn nahe gekommen ist das Himmelreich“, predigte Johannes. Das bedeutete, dass Gott selbst den Menschen begegnen wollte. Auch Jesus Christus forderte seine Zuhörer mit der gleichen Begründung zur Umkehr auf. Ich glaube, dass diese Botschaft bis zum heutigen Tag aktuell ist.

Nun könnte man ja denken, dass das Himmelreich erst dann einem Menschen nahekommt, wenn dieser zu Gott umgekehrt ist. Häufig ist es aber auch andersherum: Die Begegnung mit Gott kann einem Menschen die Augen öffnen. In dieser Begegnung entdeckt man dann die eigene Schuld und gleichzeitig Gottes Gnade. Weil Jesus Christus unser aller Schuld auf sich genommen hat, brauchen wir sie vor Gott nicht verheimlichen. Seine Gnade befreit!

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Rich. 10,7 [Luther 2017]

Als Gebet heute das Lied „Du starbst für uns auf Golgatha“:

Du starbst für uns auf Golgatha
und zogst dort uns’re Sünde an.
Durch dein Blut machtest du uns rein,
und heute stehen wir vor Gott als die Gerechtigkeit.

Wir sind frei! Hab Dank dafür, Herr Jesus Christ!
Wir sind frei und unermesslich reich durch dich.
Wir sind frei. Hab Dank dafür, wir lieben dich!
Gottes Lamm, Herr der Herrn, du bist unser Friedefürst!
Wir sind frei.
Text und Melodie: Eva Lowen 1990


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.