<

Gedanken zur Tageslosung

für Montag, den 29.06.2026

>

Losungswort
Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, gnädig sein.
Amos 5,15

Lehrtext
Zieht nicht mit den Ungläubigen an einem Strang. Wie passen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was hat das Licht mit der Finsternis zu tun?
2. Korinther 6,14

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Licht und Finsternis

Was bedeuten die heutigen Bibelverse? Das Losungswort betraf die Rechtsprechung im Volk Israel. Hier ging es nicht nur darum, wie sich jemand persönlich verhielt, sondern ob die Einflussreichen im Land wirklich Recht sprachen, nicht korrupt waren und die Armut anderer nicht ausnutzten. So kritisierte der Prophet Amos beispielsweise: „Sie hassen Richter, die ehrlich sind und sie verachten Menschen, die die Wahrheit sagen.“(1)

Was aber bedeutet das für uns heute? Sollen wir Missstände in unserem Land offen anklagen, wie Amos es tat? Sollen wir versuchen, jede Gesetzgebung, die nicht dem mosaischen Gesetz entspricht, zu vereiteln? Nach meiner Wahrnehmung spaltet sich in dieser Frage die Christenheit. Sind wir von Gott beauftragt, die Moral unseres Volkes zu verbessern – frei nach dem Motto: „Make this world a better place“? Da würde sich gleich eine Frage anschließen: Welche Gesetzgebung wäre dann der Maßstab? Die Zehn Gebote? Oder alle Gebote des Alten Testaments? Oder vielleicht die Bergpredigt, nach der wir sogar unsere Feinde lieben sollen?

Auch der Lehrtext wirft einige Fragen auf. Wir sollen mit Ungläubigen – also mit Nicht-Christen – keine gemeinsame Sache machen. Dabei werden Christen mit Gerechtigkeit und Licht verglichen, Ungläubige aber mit Gesetzlosen und mit Finsternis. Wie ich es sehe, geht es Paulus um unsere innere Ausrichtung, jedoch nicht um eine generelle Verurteilung aller Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben. Sind es nicht die Gnade Gottes und seine Kraft, die es uns ermöglichen, christusgemäß zu leben? Diese Kraft wird nicht in unseren Worten und auch nicht in unseren Forderungen sichtbar, sondern nur durch unser Leben. Deshalb bitten wir an Christi statt: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“(2) Denn ohne Jesus ist auch der moralischste Mensch verloren.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Amos. 5,10 [Neues Leben Übersetzung] (2) 2.Kor. 5,20c [Luther 2017]

Gebet:
Herr Jesus Christus, du sagst, dass wir das Licht der Welt sind, damit die Menschen unsere guten Taten sehen und unseren Vater im Himmel preisen. Ich bitte dich: Hilf uns dabei. Du sagst auch, dass wir nicht richten sollen, um nicht selbst gerichtet zu werden. Ich bitte dich: Hilf uns dabei. Weiterhin sagst du, dass wir barmherzig sein sollen, wie auch unser Vater im Himmel barmherzig ist. Ich bitte dich: Hilf uns auch darin. Lass sichtbar werden, dass wir zu dir gehören. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus. Amen.


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, gehen Sie bitte auf folgende Seite: Gedanken zur Tageslosung als Mail oder schreiben Sie einfach ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
Überweisen Sie Ihre Spende an CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH oder gehen Sie auf die Spendenseite des CZA, auf der Sie zusätzlich mit PayPal oder einer Kreditkarte spenden können.
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.


Kommentar schreiben: