<

Gedanken zur Tageslosung

für Freitag, den 22.02.2019

>

Kein Mensch im Land wird noch klagen, er sei von Krankheit und Schwäche geplagt; denn die Schuld des Volkes ist vergeben.
Jesaja 33,24

Durch unsern Herrn Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen.
Römer 5,1-2

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Glauben und Gnade

Im heutigen Losungswort berichtet der Prophet Jesaja von einer Zeit der Wiederherstellung. Gott hat die Schuld seines Volkes vergeben. Im Lehrtext lesen wir, dass diese Zeit seit dem Kommen Jesu Christi angebrochen ist. Durch sein Opfer erlangen wir Vergebung bei Gott.

Nun verbindet das Losungswort allerdings die Befreiung von Krankheit und Schwäche und die Vergebung unserer Schuld miteinander. Heißt das, dass jemand, dem von Gott vergeben wurde, nicht mehr krank wird?

Nun, wenn jemand heute Jesus Christus sein Leben anvertraut, beginnt das Reich Gottes in ihm bzw. ihr zu wirken. Wir bekommen eine Art Vorschuss auf das, was Gott uns am Ende der Zeit in Vollendung schenken will. Das bedeutet, wie ich meine, dass wir schon heute das erwarten dürfen, was Gott für uns bereithält, sowohl Vergebung als auch Gesundheit und Kraft. Doch nicht alles erfüllt sich heute. So leben wir in einer Art Zwischenzeit. Das Reich Gottes ist schon angebrochen, aber noch nicht vollendet.

Der Lehrtext macht in dem allen eine Sache deutlich: Der Zugang zu der Gnade Gottes ist der Glaube. Gemeint ist der Glaube an Jesus Christus und an das, was er sagt. Wir können natürlich nicht durch Glauben etwas bei Gott erzwingen. Er ist souverän. Doch wenn er in seiner Gnade etwas für uns bereithält, erfüllt es sich durch den Glauben. Deshalb sagte Jesus häufig: „Dein Glaube hat dir geholfen!“(1) Als er jedoch im Garten Gethsemane darum bat, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen, war es nicht das, was Gott vorhatte. Deshalb betete Jesus auch: „Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ (Luk. 22,42) Der Kelch ging zwar nicht an ihm vorüber, doch Gott stärkte ihn für diesen schweren Gang.

Auch solch eine Antwort ist möglich, wenn wir Gott um etwas bitten. Deshalb lasst uns glaubensvoll bitten, aber nicht verzweifeln, wenn Gott unser Gebet anders erhört, als wir erwartet haben.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Luk. 7,50


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.
Falls Sie den Dienst mit einer Spende unterstützen wollen, dann überweisen Sie bitte Ihre Spende an:
CZA, Kto. 10 26 28, BLZ: 221 500 00 bei der Sparkasse Elmshorn. Vielen Dank!


Kommentar schreiben: