<

Gedanken zur Tageslosung

für Montag, den 21.10.2019

>

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
Hesekiel 34,2

Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
Philipper 2,4

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Was würde Jesus tun?

Die heutigen Bibelverse kann man nicht so einfach auf die leichte Schulter nehmen, wenn man es mit dem Christsein ernst meint. Zwar mag es im Losungsvers erst einmal so aussehen, als ob es nur „Hirten“ - also Leiter - beträfe. Ich denke jedoch, dass es im weitesten Sinn auch um Menschen geht, denen andere anvertraut sind: Lehrer, Eltern, Erzieher, Chefs, Politiker, um nur einige zu nennen. Jeder, der eine Position innehat, in der er über oder für andere entscheidet, muss sich gut überlegen, wie er mit den Bedürfnissen und Belangen der ihm Anvertrauten umgeht. Bewertet er sie wie die eigenen oder hält er sie für geringer?

Die Hirten, von denen im Losungsvers die Rede ist, dachten offensichtlich zuerst an sich. Deshalb wollte Gott persönlich eingreifen: „Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.“ (Eze. 34,12) Und: „Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR.“ (Eze. 34,15) Gott stellt sich also auf die Seite der Vernachlässigten und Misshandelten. Denen, die ihre Fürsorgepflicht nicht ernst nehmen und ihnen anvertraute Menschen bedrücken, gilt jedoch ein ernstes „Wehe“. Was bedeutet das für uns?

Ich meine, als Nachfolger Christi sollten wir uns danach ausstrecken, das zu tun, wozu Paulus die Philipper im Lehrtext aufforderte: auf das zu sehen, „was dem andern dient.“ Das löst mitunter die Sorge aus, wir könnten uns verausgaben oder gar ausgenommen werden, weil wir dann zu allem Ja und Amen sagen müssten. Die Lösung für dieses Problem ist jedoch ganz einfach: Schauen wir auf Jesus Christus. Sagte er immer zu allem Ja und Amen? Eher nicht. Er schaute jedoch auf das, was uns - und nicht ihm selbst - diente, und gab sogar sein Leben für uns hin. Seine Fürsorge und Hingabe darf uns immer wieder inspirieren.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen


Kurze Bewertung: "Hat Sie diese Andacht angesprochen?"
|  ja sehr  |   ja   |  es geht so  |  nein  |  überhaupt nicht  |

Schreiben Sie einen Kommentar


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Wenn Sie diesen Dienst täglich als E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte ein kurzes Mail an: buero@cza.de
Falls Sie diesen Dienst mit einer Spende unterstützen wollen:
CZA, IBAN: DE83 2215 0000 0000 1026 28, BIC: NOLADE21ELH
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (www.ebu.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.
Falls Sie den Dienst mit einer Spende unterstützen wollen, dann überweisen Sie bitte Ihre Spende an:
CZA, Kto. 10 26 28, BLZ: 221 500 00 bei der Sparkasse Elmshorn. Vielen Dank!


Kommentar schreiben: