Losungswort
David betete: So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tu, wie du geredet hast!
2. Samuel 7,25
Lehrtext
Aus Davids Geschlecht hat Gott, wie er verheißen hat, Jesus kommen lassen als Heiland für das Volk Israel.
Apostelgeschichte 13,23
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
In der Vorgeschichte zum heutigen Losungswort hatte Gott David ankündigen lassen, dass dessen Königtum für alle Zeiten bestehen würde.(1) Dies erfüllte David mit großer Freude und Dankbarkeit. In den biblischen Berichten finden wir den Nachfolger Davids, Salomo, und können das Königshaus David bis zu König Zedekia verfolgen, der in der Babylonischen Gefangenschaft starb.(2) Das Königtum Davids schien damit zu Ende. Wie sollte sich nun die Verheißung erfüllen, die David erhalten hatte?
Hier sehen wir einen wesentlichen Unterschied zwischen Gottes und menschlichen Plänen: Menschen können vieles ankündigen – doch längst nicht alles Angekündigte geschieht. Was Gott hingegen sagt, erfüllt sich. Von Anfang an hatte sein Wort Kraft, aus dem Nichts etwas zu schaffen. Für uns unüberwindliche Hindernisse wie Zeit und Raum sind ihm unterworfen. Gott kann, was wir nicht einmal ansatzweise denken können.
So lesen wir im Lehrtext, wie Gott lange nach David, Salomo und Zedekia einen Nachkommen aus „Davids Geschlecht“ kommen ließ: Jesus Christus, „als Heiland für das Volk Israel.“ Als Jesus geboren wurde, fragten drei Sterndeuter aus dem Orient den damals amtierenden König Herodes, wo der neugeborene „König der Juden“ sei.(3) Als er gekreuzigt wurde, ließ der Statthalter Pontius Pilatus genau diese Worte über ihn ans Kreuz nageln.(4)
Der Apostel Paulus griff diese Verheißung Davids auf, wie wir im Lehrtext sehen können. In einer Synagoge sprach er zu vielen Juden und solchen, die zum Judentum übergetreten waren. Es gab aber auch Juden, die nichts davon wissen wollten. Paulus sagte daraufhin, sie hätten ihre Chance gehabt: Nun würde er die Botschaft von Jesus auch anderen Völkern verkündigen, denn aus Israel sollte das Licht der Welt für alle Menschen kommen.(5) Dieses Wort erfüllt sich bis heute.
Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen
(1) 2.Sam. 7,12-16 (2) Jer. 52,11 (3) Matth. 2,2 (4) Mark. 15,26 (5) Apg. 13,46-47
Als Gebet einen kurzen Liedvers:
Gottes Verheißungen bleiben, sie wanken ewig nicht.
Blutend hat Jesus besiegelt, was er im Wort verspricht.
Himmel und Erd‘ mag brennen, Hügel und Berg verschwinden;
doch wer da glaubt, wird finden, Gottes Wort bleibt stets wahr.
Lewi Pethrus (1884-1974)