Gedanken zur Losung für Montag, den 17.08.2026

Losungswort
Der HERR hat das Recht lieb.
Psalm 37,28

Lehrtext
Jesus sprach: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
Markus 12,17

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Fromm

Hintergrund zum heutigen Losungswort war eine Betrachtung über Menschen, die mit Gott lebten, und solche, denen er egal war. Letztere werden als „Frevler“ oder „Gottlose“ bezeichnet, im Gegensatz zu denen, die Gott „seine Heiligen“ oder „Frommen“ nennt. David, der Psalmist, kannte wohl das Gefühl, dass diejenigen, die ohne Gott leben, mit allem davonkommen. So beginnt er seinen Psalm mit: „Entrüste dich nicht über die Bösen, sei nicht neidisch auf die Übeltäter.“(1)

Entrüstung kann man vielleicht noch verstehen – aber worauf kann man denn bei einem schlechten Menschen neidisch sein? Nun, schlichtweg darauf, dass es dieser Person gut geht, obwohl sie so viel schlechte Dinge tut. David beschreibt als Beispiel einen gottlosen Menschen, der mächtig und voller Gewalt war. Dann aber heißt es über ihn: „Doch als ich wieder hinsah, war er fort und ich konnte ihn nicht finden!“(2)

Ein gottloser Mensch hat keine Zukunft, wie mächtig er zurzeit auch sein mag. Diejenigen, die auf Gott vertrauen, hingegen schon. So lautet auch der vollständige Losungsvers: „Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht. Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler wird ausgerottet.“(3)

Im Vorfeld zum Lehrtext war Jesus mit der Frage konfrontiert worden, ob man als frommer Jude an den römischen Kaiser – der ja ein Heide war – Steuern zahlen müsse. Dahinter steckte die Botschaft, man könne doch kein gottloses, ungerechtes System unterstützen. Obwohl es so fromm klang, war es letztlich eine Fangfrage, mit der man Jesus zu Fall bringen wollte, was dieser sofort durchschaute. Er ließ sich eine Münze bringen und fragte, wessen Bild darauf ist. Die Antwort war: „Des Kaisers.“(4) Jesus erklärte daraufhin: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Was bedeutet das nun für uns?

Wir leben in einer gefallenen Welt mit viel Unrecht. Anstatt uns über alles zu ereifern, sollten wir danach streben, nicht selbst unrecht zu handeln. Gott wird uns helfen.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Ps. 37,1 [Luther 2017] (2) Ps. 37,36 [Neues Leben Übersetzung] (3) Ps. 37,28 [Luther 2017] (4) Mark. 12,16 [Luther 2017]

Gebet:
Vater Gott, danke, dass du alles im Blick hast. Hilf mir, mich nicht an der Ungerechtigkeit anderer aufzuhalten. Dein Reich und deine Gerechtigkeit sollen mein Leben bestimmen. So will ich weder anderen ihren Erfolg missgönnen noch mich an ihrem Unheil freuen, seien sie nun gut oder böse. Du allein weißt um die Herzen der Menschen, und so vertraue ich darauf, dass du es gut mit mir meinst. In Jesu Namen, Amen.



Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
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