Gedanken zur Losung für Donnerstag, den 11.06.2026

Losungswort
Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?
Josua 1,9

Lehrtext
Paulus schreibt: Wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird.
2. Korinther 1,9-10

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Getrost und unverzagt

Kann man jemandem gebieten, getrost und unverzagt zu sein? Nun, Gott kann das, wie wir im heutigen Losungswort lesen. Das, was er damals zu Josua sagte, gilt, so meine ich, auch für uns heute. Kann man denn auf Befehl seine Gefühle verändern oder Angst einfach vertreiben? Nun, man kann vielleicht nach außen so erscheinen; ich denke aber nicht, dass Gott von uns erwartet, nur so zu tun, als wären wir getrost und unverzagt.

Tatsächlich können wir daran mitwirken, auch in Zeiten der Angst und des Verlustes getrost zu sein. Es kommt nämlich darauf an, worauf wir blicken. Als die Israeliten sich damals in der Wüste befanden, versündigten sie sich gegen Gott. Daraufhin ließ dieser giftige Schlangen kommen, die die Leute bissen. Doch dann richtete Mose auf Gottes Geheiß an einem Stab eine Schlange aus Bronze auf. Wenn jemand gebissen wurde, sollte er auf die Schlange blicken – und wurde gesund.

Die Leute sollten also nach oben schauen, obwohl unten die Schlangen waren. Schauen wir in diese Welt und auf die Umstände, kann man es schon mit der Angst bekommen. Schauen wir aber auf den auferstandenen Jesus, so sehen wir Gottes Möglichkeiten und werden getrost. Eine veränderte Blickrichtung kann uns von Mutlosigkeit befreien.

So ähnlich erlebte es auch Paulus auf seinen Missionsreisen. Menschlich gesehen sah er sich mit seinen Weggefährten schon „zum Tode verurteilt“. Doch dann beschreibt er im Lehrtext, dass sie ihr Vertrauen nicht auf sich selbst, „sondern auf Gott, der die Toten auferweckt“, setzten. Er hat sie aus Todesnot errettet – und er wird es wieder tun. Dieser vertrauensvolle Blick in die Zukunft machte Paulus mutig und unverzagt.

Genauso können auch wir getrost und unverzagt werden, wenn wir unseren Blick auf Jesus Christus richten.

Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen

(1) Joh. 3,14-15 [Neue Genfer Übersetzung]

Als Gebet heute ein kurzes Lied:
Richte den Blick nur auf Jesus.
Schau auf in sein Antlitz so schön.
Und die Dinge der Welt werden blass und klein,
in dem Licht seiner Gnade geseh‘n.


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.