Gedanken zur Losung für Samstag, den 10.10.2026

Losungswort
Ist denn die Hand des HERRN zu kurz?
4. Mose 11,23

Lehrtext
Die Jünger sprachen untereinander: Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!
Markus 4,41

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Unbegrenzt

Im heutigen Losungswort fragte Gott Mose, ob dieser meinte, es gäbe etwas, was Gott nicht tun könnte. Vorausgegangen war, dass die Israeliten sich bei Mose beschwerten: Sie wollten statt des ständigen Mannas mal Fleisch haben. Mose verzweifelte daraufhin schier.(1)

Nun war es nicht so, dass Mose nicht mit Gott darüber gesprochen hätte. Als aber Gott daraufhin sagte, das Volk bekäme nicht nur einmal Fleisch, sondern so viel, dass es sie nach einem Monat ekeln würde, meldete Mose Zweifel an. Wo wolle man denn so viel Vieh finden, um alle satt zu kriegen? Nicht einmal alle Fische im Meer würden genügen.(2) Mit anderen Worten: „Bei allem Respekt, Gott, das ist nicht zu schaffen.“

Im Lehrtext hatten die Jünger gerade eine Nacht auf dem Meer hinter sich. Sie waren in Seenot geraten. Jesus schlief hinten im Boot, also weckten sie ihn: Ob es ihm denn egal wäre, wenn sie untergingen. Er stand auf, bedrohte Wind und Wellen – und der Sturm legte sich.(3) Daraufhin fragten sich die Jünger untereinander: „Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!“ Was bedeutet all das nun für uns?

Sowohl Mose als auch die Jünger waren keine ungläubigen Personen. Sie lebten im täglichen Umgang mit Gott bzw. seinem Sohn. Sie hatten auch schon viel von Gottes Macht gesehen. In einer für sie unüberwindbaren Situation machten sie das, was wir vielleicht auch machen würden: Sie baten Gott um Hilfe. Als diese jedoch auch wirklich kam, überstieg das ihre Vorstellungen völlig. Mose konnte sich nicht vorstellen, wie so viele Menschen in der Wüste so lange mit Fleisch versorgt werden sollten. Also rechnete er Gott vor, was das wirklich bedeuten würde. Ohne es zu merken, maß er Gott mit menschlichen Maßstäben. Etwas Ähnliches passierte den Jüngern in Seenot. Sie weckten Jesus und machten ihm Vorhaltungen – doch als er dann in göttlicher Vollmacht agierte, waren sie völlig überrascht.

Gott benötigt keine Information oder Beratung – er sucht Vertrauen. Seine Hand ist nicht zu kurz!

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) 4.Mose 11,4-15 (2) 4.Mose 11,21-22 (3) Mark. 4,37-39

Gebet:
Vater im Himmel, du bist der allmächtige Schöpfer, der alles in der Hand hält. Dennoch geschieht es immer wieder, dass sogar deine Kinder vergessen, dass deine Macht keine Grenzen hat. Bitte vergib uns, wo das geschieht, und stärke uns, wenn wir im Glauben schwach werden. Danke für deine Güte! In Jesu Namen, Amen.



Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.