Losungswort
HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich!
Psalm 40,6
Lehrtext
Der Geheilte stand auf und nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.
Markus 2,12
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
Wie wirken die heutigen Bibelworte eigentlich auf jemanden, der nicht glaubt, dass es Gott gibt? Wunder wären dann ein Ausdruck für etwas Unerklärliches, was aber nicht göttlich sein muss. Die genannte Heilung wäre dann nur ein Zufall, etwa so, wie ein Sechser im Lotto. Vielleicht wäre sie aber auch nur eine „Fake News“, die dazu dienen soll, aus dem Menschen Jesus den Sohn Gottes zu machen. Letztendlich kann man für alles ein Argument finden, weshalb die Berichte der Bibel nicht relevant sein sollen. Trotzdem sind sie es für einen jeden von uns. Nach meiner Erfahrung muss man sich aber darauf einlassen, sonst zieht die Wahrheit an einem vorüber.
Ein Beispiel dafür finden wir im Lehrtext. Die Vorgeschichte war, dass ein Gelähmter von seinen Freunden durch ein Dach zu Jesus heruntergelassen wurde. Dann heißt es: „Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“(1) Darüber empörten sich einige Schriftgelehrte und empfanden Jesu Worte als Anmaßung. Doch er antwortete ihnen: „Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden - sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!“(2) Genau das geschah dann auch, und die Menschen, die das sahen, priesen Gott.
Nach meiner Beobachtung haben mehr und mehr Christen mit solchen Berichten ein Problem. Manche wünschten sich, ebenfalls geheilt zu werden, doch kaum etwas geschah. Haben vielleicht doch diejenigen recht, die die Berichte der Bibel anzweifeln? Dieser Zweifel schwebt über vielen Menschen in unserer Welt. Meiner Erkenntnis nach gibt es nur einen Weg heraus: Trotzdem Gott und seinem Wort zu vertrauen! Dann werden wir erkennen, dass jeder Tag ein Wunder Gottes ist und kein Gebet im Himmel vergessen wird.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
(1) Mark. 2,5 [Luther 2017] (2) Mark. 2,10-11 [Luther 2017]
Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir für all die Wunder, die du an den Menschen tust. Ich sehe aber auch, dass der Zweifel an deinem Wirken große Macht hat. Deshalb bitte ich dich für uns Christen und für alle Menschen, dass du diese Wolke des Zweifels von uns nimmst, neuen Glauben entfachst und uns erkennen lässt, wie wunderbar du alles führst. Begegne auch besonders denen, die krank sind oder von anderen Nöten geplagt werden. Erhöre ihre Gebete und schenke ihnen Zuversicht. Das bitte ich in Jesu Christi Namen, Amen.