Gedanken zur Losung für Mittwoch, den 16.09.2026

Losungswort
Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.
Psalm 33,22

Lehrtext
Jesus spricht: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden.
Johannes 10,9

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Von Hoffnung und Zusagen

In Psalm 33, aus dem das heutige Losungswort stammt, bringt der Psalmist zum Ausdruck, auf wen er seine Hoffnung setzt: auf Gott. Dieser ist für den Psalmisten nicht die letzte Hoffnung, wenn alles andere versagt hat. Vielmehr ist Gott für ihn der Grund, Hoffnung zu haben. Er ist sich sicher: „Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.“(1)

Im Lehrtext lesen wir eine Zusage Jesu Christi: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden.“ Wer diesen Worten Glauben schenkt, hat für sein Leben eine Hoffnung, die ihm niemand mehr nehmen kann. Manchmal passiert es jedoch, dass diese Hoffnung durch schwierige Lebensumstände und Herausforderungen in den Hintergrund gerät. Sie ist dann zwar noch da, aber andere Dinge sind lauter, scheinen stärker und größer. Was kann man da tun?

Ich denke, in solchen Zeiten ist es gut, sich daran zu erinnern, dass Jesus versprochen hat, immer bei uns zu sein.(2) Dass sein Wort sich nicht ändert und auch kein Verfallsdatum hat.(3) Das ändert vielleicht nicht die Umstände. Es ändert aber, wie wir auf sie blicken. Tatsächlich ändert es sogar unsere Blickrichtung: Wir beginnen dann, nicht mehr nur auf das Sichtbare zu schauen, sondern gehen quasi erneut durch die Tür, die in das Reich Gottes führt.

All das wäre allerdings nicht von Bedeutung, wenn es sich nur in unserem Kopf abspielt. Haben wir aber Jesus Christus kennengelernt, so wissen wir, dass er da ist. Wir schauen dann nicht auf etwas in uns, reden uns auch nichts ein, sondern schauen auf ihn, den „Anfänger und Vollender des Glaubens.(4) Er ist es, der den Unterschied macht: in Nöten und Sorgen, im Leben und sogar im Tod. Wer auf ihn hofft, hofft nicht vergebens. Wer ihn anruft, wird gehört. Wer ihm vertraut, wird nicht enttäuscht werden. Es mag manchmal anders kommen, als wir es uns wünschen. Doch er selbst geht mit uns und sorgt dafür, dass wir es zum Ziel schaffen.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Ps. 33,4 [Luther 2017] (2) Matt. 28,20 (3) Mark. 13,31 (4) Hebr. 12,2 [Luther 2017]

Als Gebetsinspiration heute die letzte Strophe aus dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“:
Herr, erbarm, erbarme dich.
Lass uns deine Güte schauen;
deine Treue zeige sich,
wie wir fest auf dich vertrauen.
Auf dich hoffen wir allein:
lass uns nicht verloren sein.

Text: Ignaz Franz (1768)

 


Diese Andachten sind ein Dienst des Christus-Zentrums Arche, Elmshorn (www.cza.de)
Das Copyright der Losungen liegt bei der Evangelischen Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine (siehe: www.ebu.de und www.losungen.de)
Das Copyright der Andachten liegt bei Pastor Hans-Peter Mumssen. Die Andachten dürfen nur unverändert übernommen werden.